Verfasst von: jola | Juni 10, 2008

Wolong: Panda Mao Mao bei Erdbeben getötet

Mao MaoTrauer um Mao Mao: die seit dem Erdbeben vor 4 Wochen vermißte neunjährige Mao Mao wurde am Montag unter den Trümmern ihres Geheges tot aufgefunden. Sie ist von einer Mauer, die durch den Druck von Geröllmassen eingestürzt war, erschlagen worden.

Im Jahr 2000 wurde Mao Mao von Einheimischen in der Wildnis gefunden und zum Zuchtzentrum gebracht. Dort dachte man ursprünglich, sie wäre ein Männchen (bei Pandababys ist die Bestimmung des Geschlechtes nicht immer eindeutig, zudem war der kleine Zwerg ein „kleines wildes Ding“). Erst im Alter von 3 Jahren, als sie „weibliche“ Verhaltensweisen während der Paarungsperiode zeigte, wurde sie „offiziell“ zum Weibchen. (Photo: www.pandaclub.net)

Mao Mao brachte im Panda Zentrum Wolong insgesamt fünf Pandababys auf die Welt. Heute, Dienstag, 10. Juni 2008, wurde sie von ihrem alleinigen Pfleger He Changgui, der sie seit ihrem dritten Lebensjahr betreut hatte, und zahlreichen MitarbeiterInnen der Station außerhalb der Panda Base an einem schönen ruhigen Plätzchen begraben.

Fotos: Foto 1 (Mao Mao wird zum Grab gebracht), Foto 2 (Pfleger am Grab von Mao Mao)

Nach einer kurzen Ansprache durch den Leiter von Wolong und einer Schweigeminute legte He Changgui eine Scheibe Brot und zwei Äpfel, die Mao Mao so sehr liebte, auf ihren Grabstein.

Lebe wohl Mao Mao. Ich bin mir sicher, jenseits der Regenbogenbrücke existiert auch ein wunderschönes Tal für Pandas …

Die Regenbogenbrücke

Auf unserer Seite des Himmels gibt es einen Ort namens Regenbogen-Brücke. Wenn immer ein Tier stirbt, das uns sehr nahe stand, geht es zur Regenbogen-Brücke. Dahinter gibt es wunderbare Wiesen und Hügel für unsere Freunde, wo sie gemeinsam herumdüsen und spielen können. Es gibt genügend Futter, Wasser und Sonnenschein und unsere Freunde haben es dort warm und gemütlich.

Alle Tiere, die krank oder alt und gebrechlich waren, sind wieder genesen und voller Lebenskraft; jene, die verwundet oder verstümmelt waren, sind gesund und wieder hergestellt, so wie sie uns in unserer Erinnerung und unseren Träumen begegnen. Die Tiere dort sind glücklich und zufrieden, bis auf eine Sache: sie vermissen die Person, die ihnen besonders nahe stand und die sie zurücklassen mußten.

Sie laufen herum und spielen gemeinsam, bis der Tag kommt, da plötzlich ein Tier inne hält und in die Ferne blickt. Die Augen leuchten aufmerksam, der kleine angespannte Körper beginnt überall zu zittern. Plötzlich verläßt der Glückliche die Gruppe und fliegt über die grünen Wiesen, die kleinen Füßchen tragen ihn schneller und schneller.

Er hat Dich entdeckt und wenn Du Deinen speziellen Freund schließlich triffst, werdet Ihr glücklich vereint und nie wieder getrennt werden. Dein Gesicht wird von freudigen Küssen bedeckt, Deine Hände liebkosen wieder das geliebte Köpfchen und Du blickst in die treuen Augen Deines Tieres, das vor langer Zeit aus Deinem Leben entschwunden ist aber niemals aus Deinem Herzen. Dann überquert Ihr gemeinsam die Regenbogen-Brücke …

(Quelle: The Rainbow Bridge, aus The Rainbow Bridge by Paul C. Dahm, 1997, aus dem Englischen übersetzt von J. Belik)


Responses

  1. das ist traurig … aber wie du so schön schreibst, auf der regenbogenbrücke sehen wir uns alle wieder!


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