Verfasst von: jola | Juli 18, 2008

Wolong/Bi Feng Xia: 3. Pandababy 2008 ist da!

Ying Ying, eine 17-jährige, sehr erfahrene Pandamama und Mutter „unserer“ Yang Yang, brachte am 13. Juli 2008 das 3. Pandababy des Jahres 2008 zur Welt.

Nicht nur durch Yang Yang und „unserem“ Pandababy Fu Long, sondern auch durch ihre Tochter You You, geb. 1998, die bereits 4 Pandababys gebar, wurde sie zur Pandaoma.

Die vergangenen Jahre lebte Ying Ying in Bi Feng Xia. Als sie im Frühjahr 2008 wieder brünstig wurde (Pandaweibchen sind nur wenige Tage im Jahr paarungs- und empfängnisbereit!) und in Bi Feng Xia keine paarungsbereiten Männchen zur Verfügung standen, wurde sie nach Wolong gebracht. Auch während des Erdbebens war sind in Wolong.

Ying Ying, 1991 in der Wildnis geboren, Geburtsort und Eltern unbekannt*), zählt zu den erfahrensten Pandamüttern von Wolong bzw. Bi Feng Xia. Sie brachte seit 1998 bei sechs Schwangerschaften 11 Pandababys zur Welt.

DIeses Mal gestaltete sich die Geburt jedoch sehr schwierig. Nach langen Wehen war das Köpfchen des Babys schon zu sehen, da hatte sie wohl auf Grund ihres fortgeschrittenen Alters keine Kraft mehr und das Baby rutsche wieder in den Geburtskanal zurück.

Eine sehr gefährliche Situation für Mutter und Kind. Wenn sich das Pandababy zu lange ausserhalb der Gebärmutter im Geburtskanal befindet, sind die Überlebenschancen sehr gering. In dieser Situation ist es auch nicht möglich, seitens der Pfleger und Tierärzte einzugreifen.

Nach einer Ruhepause schaffte es Ying Ying doch und ein quickebendiger Pandazwerg erblickte das Licht der Welt. Zu Geschlecht, Gewicht und Gesundheitsstatus gibt es noch keine Informationen. Laut Pflegern ist das Baby aber „sehr aktiv“ und scheint gesund zu sein.

(Quelle: Wolong Panda Club)

*) in der Freiheit geborene Pandas werden nicht extra für die Zucht gefangen! Im Gegenteil, wenn verletzte Pandas von der einheimischen Bevölkerung einem Panda-Zentrum gemeldet werden, so werden die Pandas ins Zentrum gebracht, dort wieder gesund gepflegt und so weit möglich, wieder in die Freiheit entlassen. Manchmal sind die Verletzungen jedoch derart schwer, dass sich die Tiere trotz Genesung nicht mehr selbständig in der Wildnis überleben könnten (z.B. wenn ein Bein amputiert werden mußte oder der in Freiheit überlebensnotwendige Geruchssinn nicht mehr funktioniert etc.) . Oder aber der Genesungsprozess dauert zu lange und die Tiere sind zu sehr auf Menschen geprägt.


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