Verfasst von: jola | Dezember 13, 2008

Hongkong: An An beißt Pflegerin

An An, 20 Jahre alt, rund 100 kg schwer

An An, 22 Jahre alt, rund 100 kg schwer

Pandas sind lieb und herzig anzuschauen, dennoch sind und bleiben sie Bären. Dies wurde Ende November einer Pflegerin im Ocean Park, Hongkong, schmerzlich bewußt. Als sie Bambus ins Gehege von Panda An An, dessen Name „Friede“ bedeutet, bringen wollte, griff das 22-jährige Pandamännchen vor den Augen zahlreicher Besucher an und biß ihr voll ins Bein. Danach raste er in seinen Schlafraum (kaum zu glauben, wie schnell ein erwachsener Panda laufen kann!).

Ein Besucher filmte die Szene nach der Attacke, als die Pflegerin noch am Boden lag und stellte den Clip auf Youtube online.

An An wohnt seit 1999 gemeinsam mit dem Pandaweibchen Jia Jia als Geschenk der chinesischen Regierung in der Pandaanlage des Ocean Parks in Hongkong. Lt. Parksprecher wird der Vorfall derzeit (noch immer) untersucht.

An An im Ocean Park Hongkong, 2007

An An im Ocean Park Hongkong, 2007

(Foto: AFP/File/Mike Clarke)

In der lokalen Tageszeitung Apple Daily wird jedoch ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter des Parks zitiert, wonach menschliches Versagen der Auslöser gewesen sein soll. Denn die erfahrene Pflegerin brachte den Bambus ins Gehege, obwohl An An Zugang zum gesamten Gehege hatte. Lt. Vorschrift müssen die Pandas in den Schlafraum geholt werden, dann wird der Schuber geschlossen. Und dann erst darf man das Gehege betreten.

Zum Video auf Youtube

Der Vorfall ist zum Glück relativ glimpflich abgelaufen, die Pflegerin konnte sich selbst aus dem Gehege retten. Sie wurde im Krankenhaus ärztlich versorgt und befindet sich auf dem Weg der Genesung.

Im Ocean Park leben zwei weitere Pandas, Le Le und Ying Ying, beide 2005 in Wolong geboren, die voriges Jahr anläßlich der 10-Jahresfeier „Rückkehr Hongkongs zu China“ nach Hongkong geschickt wurden.

Le Le und Ying Ying am 14. Dez 2008

Le Le und Ying Ying, 2008

Le Le oder Ying Ying im Panda-Planschbecken

Le Le im Panda-Planschbecken

Und wer zappeöt da jetzt kopfüber auf einem Baumstamm, Le Le oder Ying Ying?

Und wer zappelt da jetzt kopfüber auf einem Baumstamm, Le Le oder Ying Ying?

Le Le und Ying Ying im Ocean Park Hongkong, 14. Dez. 2008

Le Le und Ying Ying im Ocean Park Hongkong, 2008

(Quelle: Xinhua News Agency, Foto: Ocean Park; Screenshots Pandacam Ocean Park: J. Belik)


Responses

  1. Stimmt genau. Sie schauen aus wie Teddybären und man vergisst darüber hinaus, dass sie Wildtiere sind und auch schon mal zubeißen. Gut, dass die An Ans Pflegerin schon wieder am Weg der Besserung ist!


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