Verfasst von: jola | April 10, 2009

Memphis: Kein Baby für Ya Ya

Ya Ya, Memphis Zoo

Ya Ya, Memphis Zoo

Traurige Nachrichten aus dem Zoo von Memphis, USA. Auch heuer wird es in Memphis kein Pandababy geben. Wie schon im Jahr 2007, so scheint Pandaweibchen Ya Ya diese Woche das Baby verloren zu haben. Bis zum Wochenende entsprachen die Hormonwerte dem normalen Verlauf einer Trächtigkeit. Bei den Ultraschalluntersuchungen wurde auch ein „Gestational sac“, eine Art Fruchtblase im Frühstadium entdeckt …

Seit dem Wochenende schien es Ya Ya jedoch nicht besonders gut zu gehen. Ihre Hormonwerte veränderten sich rapide. Beim Ultraschall war am Dienstag nichts mehr zu sehen. Der Zoo gab darauf hin bekannt, dass Ya Ya entweder scheinträchtig war oder das Baby wieder wenige Wochen vor der Geburt verloren hat. Pandaweibchen Ya Ya kam vergangenes Jahr unerwartet zu Weihnachten in den Östrus. Da es mit Pandamännchen Le Le nicht „richtig“ klappte, wurde am 25. 12.2008 und 26.12.2008 eine künstliche Besamung durchgeführt.

Ya Ya, Memphis Zoo im März 2007

Ya Ya, Memphis Zoo im März 2007

Die Hormonwerte stiegen darauf hin entsprechend einer Trächtigkeit. Auch Ya Yas Verhalten paßte, sie fraß und schlief mehr. Doch seit dem Wochenende ist der Traum „endlich ein Pandababy in Memphis“ vorbei.

In den anderen USA-Zoos mit Pandas geht die Warterei und das Hoffen auf ein Pandababy weiter. Im National Zoo Washington wurde Mei Xiang Ende 2008 ebenfalls künstlich besamt. Derzeit passen zumindest ihre Hormonwerte. Vielleicht klappt es heuer, ihr erster Sohn Tian Tian wird im Juli schon 4 Jahre alt. 2007 und 2008 war Mei Xiang scheinträchtig.

Im Zoo von San Diego zeigt Bai Yun nach der Trennung von Pandakind Zhen Zhen im Februar erste Anzeichen von Östrus. Obwohl Bai Yun schon 17 Jahre alt ist und vier Pandakinder zur Welt gebracht und erfolgreich aufgezogen hat, hofft man dennoch wieder auf ein weiteres Pandababy.

Und in Wien? Tja, Wien ist anders. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unser „Glücklicher Drache“ Fu Long, drei Wochen jünger als Cousine Zheni in San Diego, lebt weiterhin bei seiner Mama. Mama Yang Yang verbringt Teile des Tages mit ihrem Junior, einige Zeit mit Pandapapa Long Hui und auch einige Zeit für sich alleine (wenn z.B. Junior gerade schläft). Sollte sie nach dem natürlichen Abnabeln & Entwöhnen von Junior in den kommenden Wochen in den Östrus kommen, könnte es vielleicht wieder mit einem Baby klappen. Falls nicht, so ist im nächsten Jahr ohnehin wieder Chance auf Pandanachwuchs. Yang Yang und Long Hui sind mit ihren 8,5 Jahren noch jung genug, um noch öfters Eltern zu werden.

(Quelle, Fotos: Memphis Zoo, msnbc.msn.com, San Diego Zoo, National Zoo, Tiergarten Schönbrunn)


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