Verfasst von: jola | April 19, 2009

San Diego: Baby für Bai Yun?

Gao Gao beim Howdy-Fenster

Gao Gao beim Howdy-Fenster

Nachdem der Zoo von San Diego die kleine Zhen Zhen, drei Wochen jünger als „unser“ Fu Long, im Februar von Mama Bai Yun getrennt hatte (siehe –> Bericht), ist das bereits 17-jährige Pandaweibchen und 4-fache Mama Anfang der Woche in den Östrus gekommen. Durch geschicktes häufiges Gehege-Tauschen war auch das von ihr getrennt gehaltene Pandamännchen Gao Gao (siehe –> Panda des Monats), auch schon im stolzen Alter von 17 Jahren, ebenfalls paarungsbereit.

In San Diego werden die Pandas einzeln gehalten, der Nachwuchs darf nur bis zum Alter von 18 Monaten bei der Mama bleiben. Der Nachwuchs bleibt danach einige Zeit im hinteren, für Besucher nicht zugänglichen Bereich, bis sie gelernt haben, alleine und selbständig zu leben.

Zhen Zhen, 3 Wochen jünger als Fu Long, ...

Zhen Zhen, 3 Wochen jünger als Fu Long, ...

Die kleine Zhen Zhen, 20 Monate alt, seit Februar von Mama getrennt

... 20 Monate alt, seit Februar von Mama getrennt

Die erwachsenen Tiere werden ausschließlich zur Paarung zusammen gelassen. Um die erwachsenen Tiere, die sich seit der letzten Paarung vor zwei Jahren nicht mehr gesehen hatten, wieder aneinander zu gewöhnen, wird ein „Howdy-Fenster“ (= ein Art Kontaktgitter) geöffnet, wo die Tiere Kontakt aufnehmen können.

Bai Yun (links) und Gao Gao (hinter dem Gitter)

Bai Yun (links) und Gao Gao (hinter dem Gitter)

Bai Yun und Gao Gao beim Howdy-Fenster

Bai Yun und Gao Gao beim Howdy-Fenster

Als sich Bai Yun beim Howdy-Fenster für Gao Gao interessierte, wurde der Bereich für Besucher gesperrt, nur mehr die Mitarbeiter waren anwesend, damit die beiden Tiere durch nichts gestört werden. Zwei Mal wurde die Tür geöffnet und Gao Gao zu Bai Yun gelassen (14. April am Abend und 15. April 2009 in der Früh). Nach der natürlichen Paarung wird nun gebangt und gehofft, dass es wieder geklappt hat. Um den Tieren weiterhin Ruhe zu gönnen, ist der Bereich für Besuch noch gesperrt.

Etwa im Juli sollten dann ein oder zwei Pandazwergerl auf die Welt kommen. Falls Bai Yun in ihrem hohen Alter überhaupt nochmal trächtig wird und sie keine gesundheitlichen Probleme bekommt …

Immerhin wurde in San Diego auf eine künstliche Besamung verzichtet. Anders als in Memphis, wo es heuer dennoch keinen Nachwuchs geben wird (siehe –> Kein Baby für Ya Ya), und im National Zoo, wo man noch immer hofft und wartet, ob es dieses Jahr bei Mei Xiang geklappt hat.

Und in Wien? Unser kleiner „Glücklicher Drache“ ist nach wie vor bei seiner Mama und wird quasi auf ganz natürlichem Weg von ihr entwöhnt. Er trinkt und trinkt, langsam aber sicher produziert Mama Yang Yang jedoch immer weniger Milch. Junior verbringt einen Teil des Tages mit seiner Mama, einen Teil des Tages alleine. Und er hat schon, wie die Erwachsenen, regelmaßig Medical Training und lernt seit Jänner „Pfoti geben“ – wichtige für eine Blutabnahme. Für die Auflagefläche ist er noch ein bisserl zu klein, aber für einige Sekunden kann der Kleine schon seine Pfote in die Hand von seiner Trainerin legen:

Fu Long kann schon Pfoti geben!

Fu Long kann schon Pfoti geben! (Fu Long, 20 Monate alt, mit seiner Trainerin Dr. Eveline Dungl, Tiergarten Schönbrunn)

(Foto: Renate Haider/Tiergarten Schönbrunn)

(Screenshots: J. Belik, von PandaCam San Diego Zoo)


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