Verfasst von: jola | Januar 14, 2012

Legende: Wie der Große Panda schwarz-weiß wurde …

Yang Yang und Long Hui

Die Großen Pandas Yang Yang und Long Hui im Tiergarten Schönbrunn, 23. Dezember 2009

Es ranken sich zahlreiche Legenden um die Großen Pandas; diese hier erzählt, wie die Pandas ihre schwarz-weiße Zeichnung bekamen …

Ursprünglich waren die Großen Pandas rein weiß, kein schwarzes Fleckchen war auf ihrem Fell zu sehen. Eines der Pandakinder freundete sich mit einem jungen Mädchen, einer Schäferin, an. Eines Tages kam die Schäferin gerade dazu, als ein Schneeleopard mit dem Pandakind kämpfte und es töten wollte. Mutig und ohne an das eigene Leben zu denken, schlug das Mädchen mit einem Bambusstab auf den Schneeleoparden ein. Dieser ließ vom Pandakind ab und wandte sich wütend dem Mädchen zu. Das Pandakind konnte fliehen, doch das Mädchen wurde vom Schneeleoparden getötet.

Beim Begräbnis des Mädchens versammelten sich neben ihren Schwestern auch alle Großen Pandas um die Asche des Mädchens. Sie waren alle so berührt von ihrem Mut und ihrer Tapferkeit und dass sie ihr Leben für ein Pandakind opferte. Als sich die Pandas die Tränen von den Augen wischten, vermischten sich ihre Tränen mit der Asche, die sie auf den Pfoten hatten, So entstanden die schwarzen Flecken um die Augen der Pandas. Damit sie das Weinen und Klagen der anderen nicht mehr hören konnten, legten die Pandas die Pfoten auf ihre Ohren. So entstanden die schwarzen Ohren. Um sich gegenseitig zu trösten, umarmten sich die Pandas und drückten sich fest. So entstand das Schulterband.

Die Schwestern des Mädchens waren von der  Trauer der Pandas so gerührt, dass sie beschlossen, für immer die Großen Pandas zu beschützen und verwandelten sich in Berge. Sie sollen die vier Gipfel der „Siguniang Mountains“ („Vier Mädchen Berge“) in der Provinz Sichuan, China, sein. Die Gipfel, 6250 m, 5664 m, 5454 m und 5355 m hoch, sind das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt, als ob sie einen weißen Umhang tragen würden …

(Foto: Jola Belik)


Responses

  1. Hallo, Jola! Dies ist eine so rührende Legende, die mir zwar bekannt war, aber immer wieder schön ist. Danke! Lg Ruth


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